Zu meiner Person

Ich bin der Hunderetter Ralf Heieck. Seit ich denken kann, gehören Hunde zu meinem Leben. Schon als Baby hatte ich jeden Tag Kontakt  zu Deutschen Schäferhunden, weil sie mein Vater geliebt und gezüchtet hat. Das war prägend für mein ganzes Leben.

Hunde sind mein Leben!

 

Mit acht Jahren bekam ich meinen ersten eigenen Deutschen Schäferhund mit dem Namen Rex. Da er bis dahin nur im Zwinger saß, hatte er noch kein gutes Sozialverhalten entwickelt. Ich bildete ihn deshalb mit Hilfe meines Vaters und dem Schäferhundeverein Weilerbach selbst aus. Da mir diese Arbeit sehr viel Spaß machte, entschied ich mich, mit meinen Freunden Karin Schlemmer und Christine Schomer an Wettkämpfen teilzunehmen. Auf jedes Turnier bereiteten wir uns ausgiebig vor. Die Mühe zahlte sich aus, denn wir feierten die ersten Erfolge.

 

Im Alter von 10 Jahren wollte ich in Rockenhausen an den Jugendmeisterschaften von Rheinland-Pfalz teilnehmen. Einen Tag vor diesem Wettkampf wurde ich jedoch von einem Hund ins Bein gebissen. Mein Vater erklärte mir, dass dieses Risiko immer besteht wenn man Hunde ausbildet. Davon ließ ich mich aber nicht abschrecken. Trotz der Schmerzen nahm ich an der Meisterschaft teil und errang  als jüngster Teilnehmer den ersten Platz.

Meine Fähigkeiten im Umgang mit Hunden sprachen sich herum. Mit 14 bekam ich den ersten Auftrag, einen fremden Hund auszubilden. Ein älteres Ehepaar kam mit Rottweiler–Schäferhund-Mix nicht mehr zu recht, weil er zu sehr an der Leine zerrte und ihnen die Kraft fehlte, ihn zu führen. Es gelang mir problemlos, dem Hund dieses Verhalten abzugewöhnen, und dadurch konnte ich unter Beweis stellen, dass ich auch fremde Hunde trainieren kann.

 

Als ich 16 war, stellte ich mich einer neuen Herausforderung. Wir bekamen einen Bullterrier mit dem Namen Aki, den ich ausbilden sollte. Das war eine Umstellung für mich, weil sich sein Verhalten von dem der Schäferhunde stark unterschied. Es gelang mir aber, auch diese Herausforderung zu meistern. Ich hatte schließlich Aki so gut im Griff, dass ich mit ihm sogar an Prüfungen teilnehmen konnte.

 

Zwei Jahre später war ich mit Freunden am Bostalsee spazieren, als ich einen Mann mit vier Fila Brasileiro an der Leine sah. Die Hunde gefielen mir auf den ersten Blick, und deshalb kaufte ich mir ein paar Tage später, gegen den Willen meines Vaters, einen dieser Hunde, den ich Branco nannte. Die Ausbildung von Branco war nicht einfach, weil er 80 kg wog und Probleme mit anderen Rüden hatte. Nach einiger Zeit gelang es mir, den Hund zu kontrollieren, so dass ich ihn überall mitnehmen konnte. Wieder einmal wurde ich in meiner Arbeit bestätigen.

 

Mit meiner damaligen Freundin Stefanie eröffnete ich 1990 einen Futterladen in Rodenbach und kurze Zeit später einen weiteren  in Kusel. Damals hatte ich eine Stafford Hündin, einen Schäferhund, einen Mastino und Branco.

Die Kunden waren begeistert, wie problemlos ich mit den vier Hunden zurechtkam, während sie schon mit einem hoffnungslos überfordert waren. Ihre Hunde zogen aggressiv an der Leine,  gingen auf Jagd und waren bissig. Ich bot ihnen deshalb nach Feierabend meine Hilfe an, die gerne in Anspruch genommen wurde. Ich war erstaunt, wie groß das Interesse an den Trainingsstunden war, und deshalb entschloss ich mich, 1994 in Rodenbach eine eigene Hundeschule zu eröffnen. Schon damals garantierte ich den Kunden eine konsequente und gewaltfreie Erziehung, um das Leben von Hund und Herrchen angenehm zu machen.

Die Arbeit füllte mich immer mehr aus, so dass ich jeden Tag für meine Kunden da sein musste. Ich bot nun verschiedene Kurse an: Welpenstunde, Junghundkurs, Anfängerkurs, Aufbaukurs, Fortgeschrittenenkurs, und als Abschluss den Begleithundkurs. Für den Begleithundekurs gab es eine Prüfung, die auf dem Schäferhunde-Platz in Weilerbach abgelegt werden musste. Mit der bestandenen Prüfung konnte nachgewiesen werden, dass der Hund ein Begleithund ist. Als Beleg gab es den Hundeführerausweis.

Kurze Zeit später stießen Tina und Hans, mit dem ich ebenfalls schon zusammen gearbeitet hatte, in mein Team. Er besaß bereits Erfahrung im Umgang mit Diensthunden und half mir jeden Tag in der Hundeschule. Zusammen bauten wir Zwinger, um noch mehr Hunde, vor allem für Sicherheitsdienste, ausbilden zu können.

1995 absolvierte ich in Hamburg bei der Berufsgenossenschaft Werkschutzschule Nord erfolgreich meine Diensthundeführerausbildung. Damals begann ich bereits, Hunde für  Sicherheitsdienste abzurichten. Ich fuhr die Tierheime ab auf der Suche nach Hunden, die aufgrund ihrer Aggressivität nicht mehr vermittelbar waren. Mit diesen Hunden zu arbeiten und sie schließlich als Wachhunde zu verkaufen, stellte eine besondere Herausforderung für mich da. Mein Motto lautet bis heute: Kein Hund wird aufgegeben!

Alleine konnte ich die Aufgaben nicht mehr bewältigen und deshalb brauchte ich zuverlässige Mitarbeiter, die mir halfen. Mein Freund Dieter war der erste, den ich ausbildete. Ich hatte mich für ihn entschieden, weil er bereits Erfahrung im Umgang mit Hunden hatte und ich durch die Zusammenarbeit im  Sicherheitsdienst wusste, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Leider mussten wir nach einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen die Zusammenarbeit beenden.

Zu dieser Zeit wurde die Kampfhundeverordnung verabschiedet gegen die ich aus Überzeugung ankämpfte. Ich fand es nicht richtig, die Hunde unter Generalverdacht an den Pranger zu stellen. Viele Leute, die ich kannte, waren Besitzer von Rassen die unter diese Verordnung fielen.  Ich half ihnen den Wesenstest zu bestehen.

 

Eines Tages kam Herr Becker aus Pirmasens mit seinem Bullterrier zu mir, der ebenfalls einen Wesenstest absolvieren musste. Nach der bestanden Prüfung blieb er weiterhin ein Kunde von mir und schrieb einen Artikel über mich in der Pirmasenser Zeitung:

Auch die Hundeschule lief immer besser. Die Kunden waren so zufrieden mit unserer Arbeit, dass sie für uns Werbung machten. Durch Mund zu Mund-Propaganda wurden wir immer bekannter.

Als ich meinen eigenen Sicherheitsdienst gründete, musste ich meinen Futterladen schließen, um die Aufträge bewältigen zu können. Allein von einem Konzertveranstalter in München bekam ich eine Anfrage für 40 Diensthundeführer. Meinen ersten großen Einsatz hatte ich in München bei einem Konzert auf dem Olympiareitplatz. Es war eine logistische Herausforderung, 30 Diensthundeführer, deren Hunde und 20 Sicherheitskräfte nach München zu bekommen. Das sollte aber nicht die einzige Schwierigkeit bleiben. Am Tag des Konzerts kündigten sich Rechtsradikale an, die das Gelände stürmen wollten. Mit meinen besten Diensthundeführern und einem scharfen Rottweiler stellte ich mich ihnen entgegen. Sie bewarfen uns mit Steinen und Flaschen, aber mit Hilfe unserer Hunde konnten wir sie in die Flucht schlagen. Daraufhin bekamen wir Aufträge für weitere hochkarätige Konzerte, wie zum z.B. für die Rolling Stones, das Chiemsee Reggae-Festival und Carmina Burana Classic.

 

Trotz des Erfolgs meines Sicherheitsdienstes blieb meine wahre Berufung die Hundeschule. Mit meinem Resozialisierungstraining konnte ich auch scheinbar hoffnungslose Fälle bändigen. Es gelang mir, Hunde zu retten, die wegen ihres aggressiven Verhaltens von der Einschläferung bedroht wurden.

Durch meine erstaunlichen Erfolge zog mein Bekanntheitsgrad immer größere Kreise, so dass auch die überregionale Presse auf mich aufmerksam wurde. 2004 erschien in der Bildzeitung ein großer Bericht über mich und meine Arbeit. Sie gaben mir den Namen „Kampfhundflüsterer“. An diesem Tag stand mein Telefon nicht mehr still. Weitere Zeitungsartikel folgten, sowie Fernsehberichte auf SAT 1 und SWR.

 

(Quelle: Bildzeitung vom 23. Juli 2004)

Es meldeten sich inzwischen Hundebesitzer aus ganz Deutschland und sogar dem Ausland, denen ich helfen sollte. Ein Hilferuf kam aus Spanien, wo in einer Finka, ein Rudel von 40 belgischen Tervueren und Groenendaelen saßen. Die Welpen hatten noch nie einen Menschen gesehen. Ich flog hin und beobachtete die Hunde mehrere Tage. Als ich ihr Verhalten ausreichend studiert hatte, wagte ich mich rein. Ich integrierte mich in das Rudel und es gelang mir, die Welpen, die von den anderen Hunden scharf bewacht wurden,  herauszuholen. Ich nahm sie mit nach Deutschland und resozialisierte sie. Wir konnten sie dann erfolgreich an neue Besitzer vermitteln. Das ist nur ein Beispiel meiner vielen Erfolge. 

Inzwischen hatte ich mit Freunden und treuen Kunden den Tierschutzverein „Animal  Sunshine Farm“ gegründet. Wir arbeiten unter anderem auch mit einem Tierschutzverein in Spanien zusammen.

 

Im Jahre 2005 zog ich mit meiner Hundeschule von Rodenbach nach Kindsbach und gab ihr den Namen „Hundezentrum Westpfalz“, weil mein Angebot „Rund um den Hund“ größer wurde.  Unter einem Dach waren nun Hundeschule, Hundepension, Tagesstätte, Tierheilpraxis, Hundesalon, Tierschutzverein und ein Futterladen für Hunde. Das große Gelände mit der Trainingshalle bot mir viel mehr Möglichkeiten. Ich hatte so viel zu tun, dass ich mein Sicherheitsunternehmen schließen musste und mich ganz meiner Bestimmung widmen konnte.

 

In meiner Hundeschule biete ich ein umfangreiches Kursangebot  an, unter anderem Dog Dancing, Agility, Suchhund, Begleithund, Familienhund, Problemhunde und die Welpenstunde. Es gibt Seminare wie zum Beispiel: Triebe des Hundes, Rudelverhalten & Körpersprache des Hundes und Erste Hilfe am Hund.

Darüber hinaus veranstalten wir Feste zugunsten des Tierschutzvereins (Tag des Hundes, Herbstfest für Hundefreunde…).

 

2015 hat der Hunderetter die neue Prüfung zur Sachkunde für Hundetrainer nach §11 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe f Tierschutzgesetz bestanden.

 

Ein Highlight 2014: Ein Treffen mit Cesar Millan

Hundezentrum-Westpfalz

Das Hundezentrum Westpfalz ist mein Lebenswerk, auf das ich besonders stolz bin.

Ein Leben ohne Hunde wäre für mich nicht vorstellebar – denn Hunde sind mein Leben!

Ralf Heieck

Industriestrasse 34

66862 Kindsbach

Telefon: 06371/40460

Fax: 06371/404610